Um nicht der Langeweile des damalig noch unbedeutenden Monheim anheim zu fallen, mussten die beiden sich entscheiden, ob sie der schiefen Bahn folgen wollten oder auf  ihren  kreativen Fähigkeiten vertrauend eigene, besondere Wege einschlagen sollten.

Offensichtlich war den beiden nicht nach kreativem Tun in Nacht- und Nebelaktionen sondern nach tatkräftigen Sprayen und Malen im öffentlichen Raum. Sie wollen und müssen sich nicht verstecken. Im Gegenteil, sie möchten und sollten mit ihrem künstlerischen Handwerk Geld verdienen.

Der Name TUBUKU setzt sich zusammen aus dem englischen "too" und dem französischem "beaucoup". Hier ist das deutsche Sprichwort "Zu viel des Guten" zugrunde gelegt. So verleihen sie ihrer Arbeitsweise, immer alles zu geben, am besten mehr als nötig, auch verbal Ausdruck.

Sie sehen sich selbst mehr als Handwerker und Designer denn als Künstler. Sie lassen sich leiten von den örtlichen Gegebenheiten verbunden mit den Kundenwünschen. Braucht eine Wand mehr Farbe, so soll sie diese bekommen, sagen sie. Und geizen tun die beiden nicht mit Energie und Farbe. Ihre meist naturverbundenen Motive bestechen durch intensive fein abgtestimmte Farbgebung, die durch mindestesten drei verwendete Stufen pro Farbe intensiviert wird und für besondere Plastizität sorgt. Diese unterstützt den aktuell so beliebten 3D-Stil, der 1989 zum ersten mal von DAIM in Rahmen der Street Art Beachtung fand und an die Häuserwände gebracht wurde.

Jarek und Alex möchten sich nicht so sehr als Künstler verstanden wissen. Ein Künstler habe ein Bild, eine Idee im Kopf, die er verwirklichen möchte, sie aber sehen die Gegegebenheiten, die sie vorfinden, und lassen sich von diesen inspirieren.

 

Wie auch immer, ich nehme die so entstandenen Bilder durchaus als Kunst wahr.

Wie Wikipedia erklärt, ist Kunst ein menschliches Kulturprodukt, ein Ergebnis eines kreativen Prozesses. Die Kreativität der beiden gepaart mit ihren handwerklichen Fähigkeiten schafft Kunst im urbanen Umfeld. Kunst, die die Menschen dazu bringt, stehen zu bleiben und die Welt für den Moment durch die Augen von TUBUKU zu sehen und sich  evtl. mit anderen zufälligen Begegnungen darüber aus zutauschen. Genau das macht Street Art für mich persönlich aus. Es erlaubt mir, die Bilder einfach nur schön zu finden oder, wenn ich gerade mag, sie für mich zu interpretieren, ein Ganzes in Einzelteilen wahrzunehmen und ihnen Worte mit zugeben, die mir oft erst bei der Nachbearbeitung am PC einfallen.

 

Aber nicht nur Motive aus der Natur entspringen den beiden kreativen Köpfen. Sie bringen schwungvoll und farbintensiv u.a. auch außerirdische Welten an die Wände, wie aktuell am Volta Platz in Krefeld. Längst geht ihr Wirkungskreis über die Grenzen von Krefeld hinaus. Mit Live-Streams lassen sie ihre Fangemeinde gerade in Corona Zeiten aktiv am Geschehen teil nehmen. Über ihre professionelle Homepage kann der Kunde sich umfassend über die Projekte und die Arbeitsweise von TUBUKU informieren und genau auf sein Interessen abgestimmte Aufträge erteilen.

Krefeld, 05.04.2021
(Quelle: Krone, tubuku.de)

Lost Place Fotografie I Verlassene Orte Fotografie I Geschichte I Street Art I Down Town Gallery Krefeld

Urbex Art Photografie