
Samara Blue - My Way of Art
Kiefernstraße 17 | Puzzlehaus/Bauwagen
Ben Mathis/MaJoBrothers
Die Fassade des Puzzlehauses in der Kiefernstraße entstand 2007 in Zusammenarbeit von Ben Mathis mit den MaJo Brothers, ebenfalls im Rahmen der (5mal5) Aktion des Farbfiebervereins e. V. Düsseldorf.
Mit dieser Aktion, bei der die letzten fünf Häuser ebenfalls von verschiedenen bekannten Streetart-Künstlern gestaltet wurden, war schließlich ein ganzer Straßenzug mit 14 Häusern zu einem Gesamtkunstwerk avanciert.
Ein Grund für mich, jedes dieser Häuser für sich zu betrachten und ihm Raum für eine eigene Geschichte zu geben.

„Ich habe mich verirrt wie ein verlorenes Schaf; such und finde mich, denn ich habe deine Gebote nicht vergessen.“ -Psalm 119,176 Wie oft verirren wir uns in den Wirren des Lebens? Verlieren uns in den täglichen Anforderungen? Suchen stumm nach Hilfe, um einen Hauch unseres eigenen Seins wiederzufinden und festzuhalten? Gerade in dieser unwirklichen Zeit ...

Auch wenn die Fassade und die Bauwagen ein wenig in die Jahre gekommen sind, lässt sich die ursprüngliche Bemalung noch gut erkennen. Für mich fügt sich der Bauwagen auch heute noch harmonisch ins Gesamtbild ein.

The Time Before So abgerockt sah Kiefern 17 aus, bevor das Haus 2007 zur Leinwand für Ben Mathis und die MaJo Brothers wurde. Ein Dankeschön an Joe Henning von den MaJo Brothers, der mir dieses „historische Bild“ zur Verfügung gestellt hat. Im Vorher Nachher Vergleich wird die Verwandlung umso deutlicher ...

„Ich habe mich verirrt wie ein verlorenes Schaf; such und finde mich, denn ich habe deine Gebote nicht vergessen.“ -Psalm 119,176 Wie oft verirren wir uns in den Wirren des Lebens? Verlieren uns in den täglichen Anforderungen? Suchen stumm nach Hilfe, um einen Hauch unseres eigenen Seins wiederzufinden und festzuhalten? Gerade in dieser unwirklichen Zeit ...
Die Geschichte hinter Puzzlehaus und Bauwagen
Ben Mathis war für die Erstellung des Rasters zuständig, die MaJo Brothers für einen großen Teil der figurativen Elemente. Zahnräder unterschiedlicher Form und Größe sind abwechselnd mit roboterhaften Figuren in den einzelnen Feldern verteilt. Scheinbar aus Fenstern tauchen Roboterarme auf, bewegt durch einen für den Betrachter unsichtbaren Mechanismus. Das Raster, gehalten in verschiedenen Grau- und Weißtönen, setzt mit dem zusätzlich verwendeten intensiven Orangerot deutliche Akzente. Im Telefongespräch erklärte mir Ben auf meine Nachfrage, dass diese Farbe einen guten Kontrast zum Nachbarhaus bilden würde und deshalb zum Einsatz kam. Wenn man genau hinschaut, sieht man, dass sich im Übergangsbereich zum Haus Nr. 19 die Elemente an einigen Stellen vermischen und es dezente, aber durchdachte Übergänge zum Nachbarhaus gibt. Auch eine Möglichkeit, Miteinander zu verdeutlichen. Damit sich nicht nur Figuren der MaJo Brothers auf der Fassade tummeln, hat auch Ben Mathis einige hinzugefügt. Diese kann man an ihrer eckigeren Form erkennen. Da die Bauwagen, die vor dem Haus stehen, zum Zeitpunkt der Bemalung nicht bewegt werden konnten oder durften, wurden sie kurzerhand mit ins Design aufgenommen. Beim abschließenden Fototermin sollte schließlich kein störender Fremdkörper mit auf die Bilder. Doch wofür brauchte man die Bauwagen? Das habe ich erst mich und dann Ben Mathis gefragt. Zu dieser Zeit wurden die Bauwagen als eine Art Kirche genutzt. Hier sollte unter anderem der Kontakt zu den Bewohnern aufrechterhalten werden. Mit Kaffee und belegten Brötchen sei auch das leibliche Wohl nicht zu kurz gekommen. Als sichtbares Zeichen findet man Jesus-Porträts auf den Frontseiten dieser Bauwagen. Gerüchten zufolge soll die figürliche Darstellung dem verantwortlichen Geistlichen nicht wirklich zugesagt haben. Was genau an diesen farbenfrohen Jesus-Bildern nicht richtig war, konnte ich nahezu 15 Jahre später nicht mehr recherchieren. Vielleicht wirkt der Blick des Lammes nicht wirklich unschuldig. ;-) Bei mir lösen sie einen Hauch von Flowerpower-Feeling aus. Leider bin ich für diese Zeit noch etwas zu jung, um sie aktiv miterlebt zu haben. Doch manchmal bedauere ich es, dass ich dieses Feeling in meiner Jugend nicht live erleben konnte. Mit ein Grund, warum mich das Gesamtkunstwerk Kiefernstraße so fasziniert. Krefeld, Juni 2021
Quellen: thedorf.de, 40grad-urbanart.de, benmathis.de, farbfieber.de Telefoninterview mit Ben Mathis Juni 21
Als eines meiner Bilder plötzlich in einem Buch landete

Dieses Bild hat später noch seinen ganz eigenen Weg genommen. Silvia Bolatzki entdeckte es und fragte mich, ob sie es für ihr Buch „Preisgegeben und wunderbar geborgen“ verwenden dürfe.
Dort findet es sich auf Seite 469 als Bild 22 wieder und wird mit Ruhe, Frieden und Trost verbunden. Eine Verwendung, über die ich mich sehr gefreut habe. Beim Fotografieren hätte ich wohl kaum gedacht, dass dieses Bild einmal seinen Weg in ein Buch über Seelsorge bei Trauma und Stressfolgen finden würde.
Silvia Bolatzki: „Preisgegeben und wunderbar geborgen“, Vandenhoeck & Ruprecht, S. 469, Abb. 22.