Camilla Margarito - Italien

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"Die wahre Liebe und das Licht sind siamesische Zwillinge.

Eins kann nicht ohne das andere existieren." ©Irina Rathmann

Zwei in einem interpretiert von Camilla Margarito.  Künstler Infos (...)
"True love and light are Siamese twins. One cannot exist without the other." © Irina Rathmann Two in one interpreted by Camilla Margarito. Artist info (...)

Künstlerinformation Camilla Margarito

 

Camilla sagt von sich, dass sie es ein wenig schwierig findet, Gedanken und die damit verbundenen Emotionen, die uns umgeben, in Worte zu fassen. Deshalb liebt sie die Kunst in ihren verschiedenen Erscheinungsformen. Worte können unklar sein. Sie haben zu viele Grenzen.

Ihre Bildkomposition für das Seidenweberhaus sei aus einer gewissen Neugier heraus entstanden. Sie möchte kein "in Stein gemeißeltes" Kunstwerk zeigen, sondern einfache Überlegungen verbildlichen. Ungewöhnlich die Figur der siamesischen Zwillinge, besonders die Form einer Vase mit zwei Hälsen. Dargestellt und wunderschön heraus gearbeitet hat sie die schönen Ähnlichkeiten der beiden Formen.

Camilla Margarito hatte für ihr "kleines" Bild die Idee, mit diesen zwei Brüdern zu beginnen, die ihr leben als siamesische Zwillinge in nur einem Körper meistern müssen.

Sie hat sich gefragt, inwieweit sich bei beiden eine symbiotische Beziehung wahrnehmen lässt. Welches Maß an Organisation und vor allem wie viel Respekt und Verständnis erforderlich seien, um gut zu leben und nicht in die Gedanken und Freiheiten anderer in so einem begrenzten "Raum" einzudringen.

Im Falle der Siamesen sei es die Natur, die handelt, und die Natur würde diesen beiden Menschen wahrscheinlich mit unendlicher Liebe und einem grenzenlosen Sinn für Einheit ausstatten, um ihnen zu ermöglichen, das Leben auf bestmögliche Weise zu bewältigen.

Aber was würde in der Gesellschaft entstehen, in familiären Beziehungen, in Arbeitsbeziehungen, in all jenen engen Beziehungen, in denen wir uns unsere "Mit"menschen nicht aussuchen können?

Diese Beziehungen wollte Camilla in einer positiven Entwicklung darstellen. Für sie sei das ein Spiel mit Zahlen. (Aus 1 + 1 = 1 oder doch 2?) Sie spricht in Folge von einer Begegnung mit dem Willen, sich auch in tieferen Ebenen zu verstehen. Von einer Begegnung, die auf eine faire und gegenseitige Beziehung abzielt, die sich in einer Umarmung manifestieren kann und nach gegenseitiger Einheit strebt.

Diese Einheit lässt sie auch durch die Vase mit den zwei Hälsen repräsentieren. Sie sieht diese Vase als ein Objekt, dass trotz seiner Zerbrechlichkeit Stabilität und Stärke zeigt. Einheit und Vielfältigkeit zugleich, würde diese Vase zeigen. Auch in diesem Teilbild führt sie ihr Spiel mit den Zahlen weiter.

*Für das Design der Amphore habe ich mich von einer Keramik der Gumelniten Kultur aus der Zeit von 4500-4300 v. Chr. inspirieren lassen."
Die Überlegungen gäben ihrer Bildidee enorm viel Kraft, wie sie mit strahlenden Augen dem Menschen hinter der Kamera erzählt. Hier sieht eine Möglichkeit, dass die Gesellschaft auf ihrem "kleinen" Bild lernen könne, sich zu achtsam zu organisieren um letztendlich besser zusammen leben zu können.

Quellen: Video krefeld.de, Camilla Margerito 

Anmerkung: An dieser Stelle ein Dankeschön an Camilla für die Erklärungen zu ihrem Bild. Auch wenn wir Betrachter uns zur urbanen Kunst unsere eigenen Gedanken machen soll(t)en, empfinde ich es immer als eine Bereicherung/Vervollständigung, wenn der Künstler etwas von seiner eigenen Intention mit auf den Betrachtungsweg gibt.

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Camilla Margarito ist eine Bildhauerin, Illustratorin und Streetartistin aus Puglia, die heute in Berlin lebt und arbeitet. Sie studierte an der Kunstakademie in Lecce (Puglia) im Süden von Italien und zog 2012 nach Berlin, wo sie auf der Suche nach einer originellen künstlerischen Sprache mit Gips, Holz und Mixed Media Skulpturen erstellt, sowie Tusche Zeichnungen, Drucke und Malereien anfertigt. In den letzten 10 Jahren nahm sie an verschiedenen Streetpaintingfestivals in Italien, Frankreich und Deutschland teil und erstellte oft gemeinsam mit ihrem Partner Martino Larocchia Straßenmalereien und Wandmalereien.

Quelle: offizielle Information der Stadt Krefeld

Krefeld, 11.09.2021

Translation - Artist information Camilla Margarito

Camilla says of herself that she finds it a little difficult to put thoughts and the associated emotions that surround us into words. That is why she loves art in its various manifestations. Words can be unclear. They have too many limits.

Her picture composition for the Silk Weavers' House, she says, was born out of a certain curiosity. She does not want to show a work of art "carved in stone", but to illustrate simple considerations. The figure of the Siamese twins is unusual, especially the shape of a vase with two necks. She depicted and beautifully worked out the beautiful similarities between the two shapes.

For her "small" painting, Camilla Margarito had the idea of starting with these two brothers who have to master their lives as Siamese twins in only one body.

She asked herself to what extent a symbiotic relationship can be perceived in both of them. What degree of organisation and, above all, how much respect and understanding would be required to live well and not intrude on the thoughts and freedoms of others in such a limited "space".

In the case of the Siamese, it would be nature acting, and nature would probably endow these two people with infinite love and a boundless sense of unity to enable them to manage life in the best possible way.

But what would emerge in society, in family relationships, in work relationships, in all those close relationships where we cannot choose our "fellow" human beings?

Camilla wanted to portray these relationships in a positive development. For her, it was a game with numbers. (From 1 + 1 = 1, or is it 2?) She subsequently speaks of an encounter with the will to understand each other on deeper levels. Of an encounter that aims at a fair and mutual relationship that can manifest itself in an embrace and strives for mutual unity.

She also lets this unity be represented by the vase with the two necks. She sees this vase as an object that shows stability and strength despite its fragility. Unity and diversity at the same time, this vase would show. She also continues her play with numbers in this partial image.

*For the design of the amphora, I took inspiration from a pottery of the Gumelnite culture from the period 4500-4300 BC."
The reflections gave enormous power to her image idea, she tells the person behind the camera, eyes shining. Here she sees an opportunity for society to learn to organise itself in a mindful way in her "small" picture to ultimately live better together.

Sources: Video krefeld.de, Camilla Margerito 

Note: At this point, a thank you to Camilla for explaining her image. Even if we viewers should(t)make up our own minds about urban art, I always find it enriching/complementary when the artist gives us something of his or her own intention along the way.

Translated with www.DeepL.com/Translator (free version)

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Camilla Margarito is a sculptor, illustrator and street artist from Puglia who now lives and works in Berlin. She studied at the art academy in Lecce (Puglia) in the south of Italy and moved to Berlin in 2012, where, in search of an original artistic language, she created sculptures using plaster of paris, wood and mixed media, as well as drawing, printing and painting in ink. In the last 10 years she has participated in various street painting festivals in Italy, France and Germany and often created street paintings and wall paintings together with her partner Martino Larocchia.

Source: official information from the city of Krefeld

 

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