Verhaltenskodex für Urbexer

Fremdes Eigentum wird respektiert

Jeder verlassener Ort hat einen Besitzer, auch wenn dieser sich scheinbar nicht um diesen kümmert. Das ist zu respektieren. Als Urbexer zerstören wir nichts und öffnen auch nicht gewaltsam Türen und/oder Fenster. Mit allem, was wir vorfinden gehen wir respektvoll um!

Nichts mitnehmen, nichts da lassen

Das wäre Diebstahl. Als Erinnerung bleiben unsere Eindrücke, die wir mit der Kamera einfangen. Ein Lost Place ist keine freie Müllhalde. Dass kein Müll zurück gelassen wird, sollte selbstverständlich sein.

Kein Sprayen

Viele Spots sin mit unzähligen Motiven verziert. Das lehne ich ab. Nicht nur, weil es verboten ist, es verändert auch den Geist des Ortes und verstösst somit gegen den Urbexer Codex, auch wenn manche Sprayer wahre Künstler sind.

Kein Rauchen

Für mich als Nichtraucher ist das leicht. Wenn die Raucher unter uns nicht verzichten mögen, so tut ein kleiner Taschenaschenbecher gute Dienste und sieht meist stylisch aus. Besonders an heißen trockenen Tagen ist auch wegen erhöhter Brandgefahr auf äußerst achtsam mit offenem Feuer zu achten. Der Vollständigkeit seien hier auch die Glaskugeln erwähnt, mit den ambitionierte Fotografen gerne besondere Effekte erzielen. Sie wirken wie ein Brennglas!

Immer achtsam und vorsichtig verhalten, ausführliche Planung

in den meisten Fällen befinden wir uns auf einer Art "Baustelle". Die Gebäude können marode sein, tragende Metallteile verrostet. Es können Bauteile von Decken etc. fallen. Der Fußboden kann versteckte Nägel o.ä enthalten, an den man sich verletzen kann. Nicht zu vergessen, dass auch giftige Gase u.ä. austreten kann. Die Gefahren können so vielfältig sein, wie die unterschiedlichen Spots. Aus diesem Grunde  empfiehlt es sich immer, eine ausführliche Recherche des zu besuchenden Ortes durch zuführen. Man kann sich gut vorher in Foren etc. informieren, wenn man den Besuch einer Mine, eines Schachtes, etc. plant. Leider gab es hier in letzer Zeit einige Unfälle auch von offensichtlich erfahrenen Urbexern.

Niemals alleine gehen

Man sollte am besten zu zweit oder zu dritt los gehen. Falls sich jemand verletzt, kann einer Hilfe holen, der andere bleibt beim Verletzten. Zudem kann man nicht sicher sein, wer sonst noch an so einem ort ist. Kuper u.ä Metall reizt immer zu Diebstahl, auch können dort Menschen obdach gesucht haben, die nicht unbedingt freundlich auf Besuch reagieren.

Ausrüstung

Zur Ausrüstung gibt es im Netz viele sehr ausführliche Berichte. Letztendlich findet jeder für sich seine passende/notwenidige Ausrüstung. Einige grundlegende Empfehlungen möchte ich hier aber schon geben: Vernünftige Schuhwerk mit fester Sohle, gerne gute Wanderschuhe oder Arbeitsschuhe, die keine spitzen Teile, z.b. rostige Nägel durch lassen. Ich habe mir S3 Arbeitsschuhe zugelegt. Taschenlampe, Funksprechgeräte, da Handy Netze gerne mal im wichtigen Moment ausfallen, und natürlich den Fotoapparat/Fotohandy, je nach Vorliebe.

Unauffällig parken

Hier braucht es eigentlich keine zusätzliche Erklärung. Einfach mal umschauen und überlegen, was zu neugiereigen Mitbürgern auffallen könnte. Es lohn sich, dafür auch mal einige Schritte in Kauf zu nehmen. Verkehrs-/Parkvorschriften beachten!

Locations nicht öffentlichen machen

Wirklich  coole Spots zu finden, ist gar nicht so einfach. Das ist im Grunde auch gut so, weil diese Orte nicht nur von Geschichts- und Fotoverrückten frequentiert werden. Neben den mutwillig Zerstörern und den  allgegenwärtigen Sprayern, scheint sich die Zunft in letzter Zeit massiv um die jungen Abenteuerlustigen vergrößert zu haben. Junge Leute, die es cool finden, sich den Kick mit etwas Verbotenem zu geben. Hier steht nicht der verlassene Ort im Vordergrund sonder leider immer öfter veranwortungsloses Verhalten. Darum ist es sehr wichtig, dass die Adressen handverlesen weiter gegeben werden. Macht euch vorher Gedanken, ob der jenige, dem ihr euren Ort anvertraut, ihn auch in eurem Sinne weiter behandelt. Kein noch so tolles gepostetes Foto sollte es wert sein, die Urbex Szene und sich selbst unnötig in Verruf zu bringen.

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