Kiefern 19 - #Raster1

Ben Mathis

 
 

Die Kiefernstraße 19 ziert eine geometrisch konstruiert wirkende Fassade in verschiedenen Grüntönen, die mich beim Betrachten spontan an Schottenmuster denken ließ. Natürlich wollte ich wissen, wie um Himmels Willen kommt man dazu, ein Haus in diesem zugegebenermaßen tollen Muster zu bemalen. Nun, Ben Mathis klärte mich in einem entspannten Telefoninterview im Juni 21 auf: Es handelt sich hierbei um ein typisches "Das Herrmann Gitter", eine klassische optische Täuschung. Eine in der Tat höchst interessante Thematik, die zu erklären, hier zu weit führen würde, sich aber für so ein großflächiges Mural hervorragend eignet.

Wer mag, kann dem Link folgen und sich täuschen lassen ;-)

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Street Art I Kiefernstraße I Urbex Art I Samara Blue Photo Art I Ben Mathis I #Raster1
Street Art I Kiefernstraße I Urbex Art I Samara Blue Photo Art I Ben Mathis I #Raster1

"Das Problem ist, du glaubst du hast Zeit. (Buddha 563 - 483 v.Chr.) - Achtsam mit seinem Leben umgehen und mit dem der anderen ... ... mein vorweg genommenes Fazit dieser eindrucksvoll schlichten Fassade. Hier sieht man sehr gut, wie Ben Mathis die Besonderheiten des Hauses in sein Gesamtkunstwerk mit eingebunden hat.

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"Manchmal lohnt es sich, die Perspektive zu wechseln und die Probleme des Alltag mit leicht schrägem Humor zu nehmen." (Samara Blue)

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Street Art I Kiefernstraße I Urbex Art I Samara Blue Photo Art I Ben Mathis I #Raster1
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Das Tüpfelchen auch den i .. "Raster #" 2006 Kunst am Bau - Ben Mathis Im Auftrag und unter Mitarbeiter der Bewohner des Hauses .. - Das Türschild :-)

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Street Art I Kiefernstraße I Urbex Art I Samara Blue Photo Art I Ben Mathis I #Raster1
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"Das Problem ist, du glaubst du hast Zeit. (Buddha 563 - 483 v.Chr.) - Achtsam mit seinem Leben umgehen und mit dem der anderen ... ... mein vorweg genommenes Fazit dieser eindrucksvoll schlichten Fassade. Hier sieht man sehr gut, wie Ben Mathis die Besonderheiten des Hauses in sein Gesamtkunstwerk mit eingebunden hat.

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Diese Fassade hat eine interessante Entstehungsgeschichte wie Ben Mathis mir ebenfalls erläutert:

Der ursprüngliche Plan war, nur die erste Etage zu gestalten. Dann hatte die Stadt aber das Haus komplett eingerüstet und Ben sowie die Bewohner wollten sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen. Also musste ein neuer Plan her. Im geplanten Design war nicht genug Farbe für die gesamte Fassade da. Mit Unterstützung von Klaus von Ilusta, einem hochbetagten Künstler, der die Zusammenarbeit mit dem Kulturamt, den SWD und den Künstlern koordinierte, einigte man sich auf eine abgespeckte Version, die sich nun in verschiedenen farbigen Pixeln darstellt. Wenn man dem Internet glauben darf, wohnt Herr von Ilusta noch heute in der Kiefernstraße 19 und hat schon bei der Gestaltung der Häuser 1-5 mitgeholfen. Den schwebenden Buddha haben sich die Bewohner erbeten als Gegenleistung sozusagen dafür, dass nun die komplette Fassade bemalt werden durfte. Ben Mathis wollte ihn eigentlich gar nicht haben, aber meiner Meinung nach ist hier im wieder ein tolles Paradoxon gelungen. Ein Zusammenfügen von Dingen, die eigentlich nicht zusammen gehören. Ein beliebtes Stilmittel von Ben Mathis, das er sich in seiner interessanten künstlerischen Laufbahn angeeignet hat.

Es ist nicht verwunderlich, dass der Perfektionist Ben Mathis, die architektonischen Besonderheiten des Hauses, z.B. die Säulen publikumswirksam bei seiner Gestaltung mit berücksichtigt hat. Minimalistisch arbeite er am liebsten, plauderte Ben am Telefon. Er mag, wie oben erwähnt, das Paradoxon, das scheinbar Gegensätzliche.  Hier das starre, korrekte Raster, auf der anderen Seite der schwebende Buddha, der für einen freien Geist stehen mag. Durch die roten Punkte wurde der Buddha mit dem Haus verbunden, sozusagen geerdet, damit er nicht haltlos im freien Raum schwebt.

Laut Auskunft von Ben benötigt so ein Raster relativ wenig Farbe. Er habe 2-3 Eimer Grundierung benötigt sowie 40-50 Sprühdosen für das Raster und den Buddha. So konnte dieses eindrucksvolle Projekt mit relativ rudimentären Mitteln in ca. 2 Wochen realisiert werden. Auf meine Frage, welches Schnittmuster man denn für so eine Aktion braucht, veranschaulichte er, dass das Ganze recht einfach sei: Er habe eine 70 x 100 cm große Schablone verwendet. Wenn diese akkurat aufgelegen würde, sei die Bemalung in aufeinander folgenden Arbeitsgängen eigentlich ganz gut zu erledigen.

Schon wieder eine neue Technik der Streetart Kunst kennen gelernt. Ich glaube, dass es 1001 interessante Möglichkeiten der Fassadengestaltung gibt und bin gespannt, welche ich als nächste kennenlernen darf.

Krefeld, Juni 21

 

Quellen: thedorf.de, 40grad-urbanart.debenmathis.de, Telefoninterview mit Ben Mathis  Juni 21

Urbex Art Photografie