Streetart - Vanessa und Lydia Hitzfeld - D

Der Sibticus, oder es gibt immer einen Ausweg

 
Streetart I Silk City Gallery I Seidenweberhaus I Graffiti I Vanessa und Lydia Hitzfeld I Samara Blue I Sibticus

Der pinkfarbene Sibticus umschlingt mit seinen 7 Fangarmen nicht nur das Gebäude, er zieht auch die Menschen unausweichlich in seinen Bann. Künstler Infos (...)

The pink Sibticus not only embraces the building with its 7 tentacles, it also inevitably casts a spell over people.

Künstlerinformationen Vanessa und Lydia Hitzfeld

 

Anmerkung: Eine überdimensionierte Krake, besser gesagt, eine 7-armiger Sibticus von Vanessa und Lydia Hitzfeld scheint sich aus dem maroden Seidenweberhaus zu winden und mit seinen Armen das ganze Gebäude zu umschließen.

Will er es zerdrücken, zerstören, so wie die "Stadtväter" es in naher Zukunft beschlossen haben? Wirklich bedrohlich wirkt diese sich über alle 5 nach hinten versetzte Stockwerke erstreckende Wesen mit seinen intensiven pink/lila Tönen eigentlich nicht. Vielmehr scheint es die Menschen einzuladen. Einzuladen, ins Zentrum des Hauses, dort wo die Kunst auf die Menschen trifft. Oder besser gesagt, treffen würde, wenn wir uns darauf einlassen. Gemeint sind für mich damit junge und alte Menschen, Krefelder und Besucher und auch diejenigen, die ich als "Menschen vom Theaterplatz" wahrnehme. D.h. heißt nicht, dass ich es gutheißen muss, was dort passiert. Es soll heißen, dass ich/wir/ihr nicht wegschaut, sondern wahrnehmt. Auch das gehört zu Krefeld. Bei meinen gefühlten 1001 Fototouren zum Seidenweberhaus bin ich mit vielen verschiedenen Menschen ins Gespräch gekommen. U.a. viele ältere Menschen zeigten sich sehr interessiert an den verschiedenen Kunstwerken und einem kurzen Gespräch darüber.

Den Tipp für den besten Platz zum Fotografieren habe ich übrigens von einem "Szene-Menschen" bekommen ;-). Dieser spezielle Blickpunkt ist notwendig, um das als anamorphe Malerei gestaltete Bild als ganzes wahr nehmen zu können. Um dieses Mamut Projekt bewerkstelligen zu können, mussten die Künstlerinnen sich gegenseitig "führen", d.h. der malenden Person wurde über Funk angesagt, wo genau die Linienführung sein musste. Unterstützung haben die beiden Künstlerinnen von einigen Kollegeninnen und Kollegen bekommen, die ihre eigenen Werke bereits fertig gestellt hatten. Eine imponierende Leistung, was die Künstler dort spontan auf die Beine und auch fertig gestellt haben!

Wie es die Miez ins Bild geschafft hat erfahrt ihr in der Bilderserie :-).

* * *

Vanessa Hitzfeld lernte an der Kunst Akademie in Lage/Westfalen mit der Fachrichtung Freie Kunst und Restauration, begann eine Ausbildung zur Glasmalerin in der Glasmalerei Derriks in Kevelaer und studierte an der Kunstakademie Düsseldorf Freie Kunst, Fachrichtung Malerei.

Dort war sie Schülerin von Jörg Immendorf. Nach seinem Tod war sie Schülerin von Markus Lüpertz und später Meisterschülerin von Thal Rosenzweig. An der Kunstakademie Düsseldorf entwickelte sie ihren eigenen Malstil in Öl und Mischtechnik auf Leinwand. Sie nahm Teil an u.a. Gruppen- und Einzelausstellungen in Museen und Galerien in beispielsweiser Koblenz, Moers, Düsseldorf und Wuppertal. Außerdem nahm sie mit ihrer Kunst Teil an mehrere Versteigerungen von Bildern ausgesuchter Künstler im K20 im Rahmen der "Nacht der Museen" in Düsseldorf.

Während ihres Studiums in Düsseldorf machte sie sich als Streetart Künstlerin selbstständig.

Ihre Straßenmalerei, begleitet sie seit ihrer Kindheit und hat keinen erkennbaren Bezug zu ihrer Arbeit auf Leinwand. Während Vanessa als junges Mädchen eher klassische Straßenmalbilder mit Pastellkreide malte, hat sie sich heute als selbstständige Unternehmerin auf die Erstellung von 3D Streetart auf Böden und Wänden spezialisiert. Sie gestaltet auch Kulissen, Messestände, Fassaden, Innenräume und gibt Workshops. Man findet ihre Arbeiten bei vielen internationalen Festivals, in Einkaufzentren oder Freizeitparks.

Bei nationalen und internationalen Wettbewerben gewann sie zahlreiche Auszeichnungen und Preise und auch ein Eintrag im Guinness Buch der Rekorde erreichte sie mit einer XXL 3D Straßenmalerei im Teamwork unter anderem mit Gregor Wosik und Lydia Hitzfeld.

Seit 2020 arbeitet sie an einem neuem Projekt mit einer befreundeten Künstlerin. "Photografie meets painting". Ihre Fotografien von Bodypainting Arbeiten wurden in der "Vouge Portugal", in der "People Huts" und in der "Allure Korea" veröffentlicht.

Quelle: offizielle Information der Stadt Krefeld erstellt durch Freddart Streetpainitng

Lydia Hitzfeld begann 2004 mit der Straßenmalerei. Als Autodidaktin erlernte sie diese Form der Kunst. Inzwischen ist die freischaffende Künstlerin, in Übersee und Europa eine gefragte Straßenmalerin und betätigt sich dort neben der klassischen Straßenmalerei u. a. auch in der Werbung und in der illusionistischen 3D-Malerei. 2012 erschuf sie gemeinsam mit unter anderem Gregor Wosik und Vanessa Hitzfeld die weltgrößte dreidimensionale Strassenmalerei mit der „Arche Noah". Einige Jahre später war sie Teil des Teams, das in den USA einen weiteren Weltrekord für die größte 3D Strassenmalerei auf den Boden brachte.

Neben vielen erfolgreichen Teilnahmen an Wettbewerben in Deutschland, hat sie auch an dem ältesten, traditionellen Straßenfestival „Incontro nationale dei madonnari" in Grazie/Italien teilgenommen und ist dort mehrfach ausgezeichnet worden. Sie liebt es, die Bilder auf der Straße entstehen zu lassen, dabei zu fühlen, wie zart eine Haut sein kann, wie schwer eine Falte, wie hart ein Licht, wie ein Auge lebendig wird. Zu sehen, wie eine dreidimensionale Schlucht unter den eigenen Händen entsteht und Menschen unglaubwürdig und erstaunt vor den Bildern stehen bleiben und sich daran erfreuen oder auch Teil des Bildes werden. Die Straßenmalerei ist ein fester Bestandteil ihres Lebens geworden und daraus nicht mehr wegzudenken. Wenn sie zur Farbe greift, tritt sie aus einem alltäglichen Leben in die faszinierende Welt der Kunst und nimmt den Betrachter mit in eine andere Dimension.

Quelle: offizielle Information der Stadt Krefeld erstellt durch Freddart Streetpainting

 

Note: An oversized octopus, or better said, a 7-armed Sibticus from Vanessa and Lydia Hitzfeld seems to wriggle out of the ailing silk weaver's house and encircle the whole building with his arms.

Does he want to crush it, destroy it, as the "city fathers" decided in the near future? This creature, which extends over all 5 floors set backwards, with its intense pink / purple tones does not look really threatening. Rather, it seems to invite people. To be invited to the center of the house, where art meets people. Or rather, it would hit if we let ourselves into it. For me, this means young and old people, Krefelders and visitors and also those who I perceive as "people from the Theaterplatz". That doesn't mean that I have to approve of what happens there. It should mean that I / we / you do not look away, but perceive. That is also part of Krefeld. During what felt like 1001 photo tours, I got into conversation with many different people. Many older people, among others, were very interested in the various works of art and had a short conversation about them.

Incidentally, I got the tip for the best place to take photos from a "scene person" ;-). This special point of view is necessary in order to be able to perceive the picture designed as an anamorphic painting as a whole. In order to be able to accomplish this Mamut project, the artists had to "guide" each other, i.e. the painting person was told over the radio where exactly the lines had to be. The two artists received support from some colleagues who had already completed their own works. An impressive achievement, what the artists there spontaneously got off the ground and also completed! You can find out how the kitty made it into the picture in the picture series :-).

Translation Vanessa & Lydia Hitfeld

Add comment: (...)  Did you like this report? Feel free to leave a comment in my guest book :-).

Urbex Art Photografie